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Eine Geschichte darüber, wie meine Vorstellung vom „sauberen Energieträger
Erdgas“ von der Realität eingeholt wurde.  

Gerd Landzettel – im August 2014  

Ganz am Anfang stand das „Fracking“

Erdgas und Erdgasförderung stellten sich für mich bis Anfang 2011 als problemlose und vor allem saubere Form der Energiegewinnung dar. Diese Vorstellung bekam dann aber erste Risse, als in den Medien und vor allem durch die Ausstrahlung des Filmes „Gasland“ bekannt wurde, dass mit einer anderen Art der Förderung, dem sog. „Hydraulic Fracturing“ – kurz: Fracking – Risiken verbunden sein könnten, die mit der Einschätzung als saubere Energieform nicht mehr zu vereinbaren waren. Dieses und Hinweise aus der Bevölkerung über die immer extensivere Erdgasförderung im Bereich Völkersen führten dazu, dass ich für die von mir als Fraktionsvorsitzen dem im Gemeinderat Langwedel vertretene Wählergruppe am 09.03.2011 eine Anfrage an den
Bürgermeister gestellt habe, um in Erfahrung zu bringen, ob auch auf dem Gebiet des Fleckens Langwedel das Verfahren des Fracking zum Einsatz käme und welche Stoffe dabei dem sog. Fracfluid beigemischt würden. Nach mehreren Monaten wurde die Anfrage im Rat im Januar 2012 auf der Basis von Auskünften der RWE-Dea und des LBEG so beantwortet, dass auch in
Völkersen „bereits mehrere Erdgas-Bohrungen einer Frac-Behandlung unterzogen“ worden seien, Gefährdungen wegen der Tiefe der Bohrungen (4.000 – 5.000 m) hiermit aber nicht verbunden gewesen seien. Da ich die Antwort unbefriedigend fand, begann ich, mich intensiver mit der Erdgasförderung und insbesondere mit dem Fracking zu befassen.