Beim Abwägen zwischen wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz folgen Politiker den Argumenten der Industrie und vermeintlichen Sachzwängen: Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Versorgungssicherheit. Mensch und Natur haben das Nachsehen. Doch wir durchschauen das Spiel – und wir haben die Wahl!

Die Förderkonzerne sind allein den Interessen ihrer Anteilseigner verpflichtet. An ihre Einsicht zu appellieren, sich für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen, ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Es sind die von uns gewählten Volksvertreter, die durch Gesetzgebungsinitiativen den Schutz unseres Lebensraums und unserer Gesundheit sicherstellen können – und müssen.

Es liegt an den Politikern auf allen Ebenen, jetzt Farbe zu bekennen:

Nehmen sie die Besorgnis und den zunehmenden Unmut der Bürger ernst?

Stehen sie zu ihrer Verantwortung, Schaden von Mensch und Umwelt abzuhalten oder stellen sie wirtschaftliche Interessen weiterhin über diese Verantwortung?

Setzen sie auf die Zukunft und damit auf die Förderung alternativer Energieträger oder halten sie an der Ausbeutung fossiler Energieträger fest, um ein paar Jahre Zeit zu gewinnen?

Oder stehen sie auf der Seite der Konzerne und ihrer Lobbyisten, die sie mit der Aussicht auf Steuereinnahmen, niedrige Energiepreise und eine "unabhängige Energiesicherung" bei der Stange halten wollen?

Wir fordern:

Eine aktive Unterstützung der Ziele der Bürgerinitiativen durch alle Politiker auf allen Ebenen, vom Ortsrat über den Gemeinderat, den Kreistag, den Landtag bis hin zum Bundestag und zum Europaparlament, damit wir alle vor den negativen Folgen der Erdgasförderung geschützt werden.

Eine ernst gemeinte Energiewende, die nicht länger Erdgas fördert, sondern regenerative Energien.