Zumindest das Signal, das von der Umweltministerkonferenz in Konstanz ausgeht, klingt positiv: "Wir sind uns einig, dass die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen mit Fracking, also mit Chemie und hohem Druck, kein ökologisch vertretbarer Weg ist", erklärte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne), derzeit Leiter der Umweltministerkonferenz nach dem Zusammentreffen. Und weiter: "Die Lösung des Problems liegt nicht in der Schaffung eines neuen ökologischen Risikos. Die Lösung liegt im Umbau unserer Energieversorgung und in größerer Energieeffizienz, weg von Atom, Kohle und Gas, hin zu erneuerbaren Energien". Die Einigung käme faktisch einem Moratorium für das Fracking gleich. Ob, wie und wie schnell die Minister nun das Bergrecht und das Wasserhaushaltsgesetz anpacken, werden wir sehen. Zumal sich die Einigkeit nur auf „unkonventionelle Gasvorkommen“ beschränkt. Einen Artikel der Süddeutschen Zeitung zur Umweltministerkonferenz gibt es hier.

Ein Artikel in der Kreiszeitung, einer in den Verdener Nachrichten, die tolle Resonanz auf dem Ölmühlenfest – das rote X als Zeichen des Widerstands gegen die Pläne der Erdgasindustrie kommt an. Wer in seinem Vorgarten, Eingangsbereich oder auf dem Balkon ein Zeichen setzen will, bekommt von der BI das rote X dazu. Einfach eine Nachricht unter „Kontakt“ senden.

Freier Zutritt zur Gasförderanlage! Der NDR berichtete gestern über einen Zwischenfall bei ExxonMobil in Söhlingen. Offenbar ist man dort nicht in der Lage, einen Betriebsplatz ordnungsgemäß zu sichern. Nicht nur die Gasförderanlage war für jedermann frei zugänglich – es werden auf dem Gelände auch quecksilberhaltige Abfälle gelagert. Die zuständige Aufsichtsbehörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und will herausfinden, wie auf den Betriebsplätzen insgesamt mit schadstoffhaltigen Abfällen umgegangen wird. Hier der Beitrag von „Hallo Niedersachsen“

Voll auf den Kurs von Umweltminister Wenzel (Grüne) und Wirtschaftsminister Lies (SPD) ist die Grüne Jugend Niedersachsen eingeschwenkt: Kurz vor der Landesdelegiertenkonferenz am Sonntag opfert sie ihre kritische Haltung zum Fracking der Parteiraison. Damit ist absehbar, dass Fracking zukünftig in Niedersachsen weiter erlaubt sein wird, wenn auch nur unter bestimmten Bedingungen. Hier der Bericht im Weser-Kurier.

Am Dienstag, den 6. Mai findet im Restaurant Browiede eine Veranstaltung der CDU Thedinghausen statt. Der Kandidat für die Bürgermeisterwahl Martin Köster lädt zum „Nachbarschaftsgespräch“ ein. Gemeinsam mit dem umweltpolitischen Sprecher der CDU Landtagsfraktion Martin Bäumer und dem CDU MdL Adrian Mohr macht Köster den Bürgerinnen und Bürgern ein „offenes Gesprächsangebot zum Themenbereich Erdgasförderung im Landkreis Verden“. Das könnte spannend werden, wenn sich möglichst viele kritische Stimmen zu Wort melden. Termin: 6. Mai, 19.00 Uhr in der Browiede.