Demo Verden 23.04.2015Demo Verden 5 vor 12 23.03.2015

"Ich stelle mich quer!!"  Am vergangenen Samstag 5 vor 12 vor dem Verdener Rathaus. Dass die anwesenden Bürgerinnen und Bürger und Teilnehmer der 5 Bürgerinitiativen nicht mit den Gasfördermethoden der Energiekonzerne und schon gar nicht mit der aktuellen und zukünftigen Gesetzeslage beim Thema Fracking einverstanden sind, war an diesem Tage deutlich zu vernehmen. Aber auch, dass man sich mehr Interesse und Teilnahme aus der Bevölkerung gewünscht hätte, um den Forderungen einen stärkeren Ausdruck zu verleihen. Das soll der Ansporn für die nächste Demo am 09.05.2015 in Völkersen sein!!

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur "Erhöhung des Fördervolumens auf dem Förderplatz Völkersen Z3/Z11" hat das LBEG (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie) Post an RWE Dea verschickt. Darin enthalten: Zahlreiche, im Zuge der Anhörung eingegangene Stellungnahmen und Einwendungen, unter anderem von den BIs in der Region. Und die haben offenbar Gewicht. Denn RWE Dea hat daraufhin beim LBEG beantragt, das Verfahren bis auf weiteres ruhen zu lassen. Man benötige Zeit zur Klärung der aufgeworfenen Fragen, eventuell auch für neue wissenschaftliche Gutachten.


Mit anderen Worten: Kein gewohnt einfacher Durchmarsch für den Antrag von RWE Dea. Stattdessen ein Konzern, der zunächst einmal nachdenken muss, wie es weiter geht. Und der ein für ihn aufwendiges Antragsverfahren ohne Ergebnis aussetzen muss. Zu verdanken ist dieser Erfolg den zahlreichen Initiatoren der Stellungnahmen und Einwendungen. Sie zeigen: Einspruch lohnt sich, zumal wenn er fundiert und gut begründet ist. Es wird nicht der letzte gewesen sein.

Auch hier im Pressebericht nachzulesen.

Nachdem im vergangenen Jahr in der Öffentlichkeit bekannt wurde, dass die Krebshäufigkeit (vor allem bei Männern) im Landkreis Rotenburg, in der Nähe von Erdgasförderstätten, zugenommen und eine direkte Verbindung mit der Schadstoffbelastung durch die Gasförderung nicht ausgeschlossen werden konnte, hat das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) seine Untersuchungen inzwischen ausgeweitet. Die Ortschaften im Umfeld von Erdgasförderstätten im Flecken Langwedel sowie auch in Kirchlinteln sollen in die laufenden Untersuchungen einbezogen werden. Hier ein Pressebericht der Kreiszeitung.

Mit einem Milliarden-Deal verschafft sich RWE Luft. Die Konzern-Tochter Dea wird an den russischen Oligarchen Michaill Fridmann verkauft. Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken gleich mit. Diese Risiken werden wohl nicht kleiner, eher größer werden und der bzw. die Verantwortlichen noch weniger "erreichbar" sein, wenn es um Sicherheits- und Umweltfragen geht.

Hier ein kleiner Überblick der aktuellen Pressereaktionen:

Süddeutsche Zeitung; Deutschlandfunk; WDR, Focus

Wer ist eigentlich dieser russische Oligarch Michaill Fridmann??

Am vergangenen Mittwoch trafen sich Vertreter und Vertreterinnen der Bürgerinitiativen aus Völkersen, Intschede und Langwedel mit dem Bundestagsabgeordneten Herbert Behrens (neuer Vorsitzender der Partei "die Linke" in Niedersachsen) an der Erdgas-Förderstelle Völkersen Nord Z2/Z3 der Rwe Dea. Genau wie die drei Bürgerinitiativen fordere auch er die oberirdische Entsorgung des giftigen Lagerstättenwassers, so Behrens vor der Presse am Mittwoch. Darüber hinaus sei seine Partei für ein striktes Frackingverbot. Hier gehts zum Pressebericht.