Am 22. November 2012 ereignete sich im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen ein Erdbeben. Dieses wurde durch die Erdgasförderung induziert, wie mittlerweile unstreitig sein dürfte.

Nach diesem Erdbeben haben über 100 Gebäudeeigentümer Schäden an ihren Immobilien gemeldet. Soweit diese Schäden durch das Erdbeben vom 22. November 2012 verursacht wurden, ist die Dea gemäß § 114 Bundesberggesetz (BBergG) zum Schadensersatz verpflichtet. Die Voraussetzungen und Bedingungen für diesen Schadensersatzanspruch haben wir hier aus unserer Sicht zusammengefasst.

Wie alle Schadensersatzansprüche unterliegt auch dieser der Verjährung. Verjährung bedeutet, dass ein Schuldner die Leistung verweigern kann. Wenn die Einrede der Verjährung berechtigterweise erhoben wurde oder wird, ist ein Anspruch nicht mehr durchsetzbar.

Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre (§ 117 Abs. 2 BBergG i.V.m. § 195 BGB). Diese Frist beginnt mit dem Ablauf des Jahres, in dem der Schaden entstanden ist. Dies bedeutet, dass für die Schäden aus dem Erdbeben vom 22. November 2012 die Verjährungsfrist am 31. Dezember 2015 abläuft. Dies gilt nur dann nicht, wenn der Ablauf der Verjährung gehemmt oder unterbrochen wurde. Eine Möglichkeit, den Ablauf der Verjährungsfrist zu hemmen, ist gemäß § 204 Abs. 1 BGB die Einleitung eines Verfahrens bei der „Schlichtungsstelle Bergschaden Niedersachsen“, die beim Landkreis Rotenburg angesiedelt ist.

Um sich nicht dem Risiko der Verjährung auszusetzen, sollten diejenigen Gebäudeeigentümer, denen durch das Erdbeben vom 22. November 2012 noch nicht regulierte Schäden an ihrem Gebäude entstanden sind, dringend überlegen, vor dem Ende des 31. Dezember 2015 einen entsprechenden Antrag bei der Schlichtungsstelle zur Durchführung der Schlichtung einzureichen.

Passend zur UN - Klimakonferenz (Weltklimagipfel), die am 30.11.2015 in Paris beginnt und bis zum 11. Dezember andauern wird, zeigte das Erste Deutsche Fernsehen am 26.11.2015 im Rahmen der Sendung "Panorama" einen Beitrag, der die Doppelmoral unserer Regierung aufzeigt. Deutschland geht in Sachen erneuerbare Energie und Reduzierung von Treibhausgasen gerne stets vorne weg und verkauft die "gute deutsche Technik" ja ganze Braunkohlekraftwerke hintenrum nach Griechenland. Deutsche Unternehmen unterstützen das Land auch tatkräftig diese Kraftwerke zu bauen. Diese exportierenden Unternehmen dürfen sich gar über Unterstützung unserer Regierung freuen.

Es geht wohl (leider nicht nur in Deutschland) wieder wie immer um ein bisschen Klima und ganz viel "Kohle".

 

Wie im Beitrag vom 16.11. schon angekündigt, hier nun die genauen Informationen zu Ort, Zeit und Umfang/Ablauf der Aktionen anlässlich des "Run for your Life", der die Ortschaft Völkersen einbezieht.

Die Bi in Völkersen bittet um zahlreiche Unterstützung an der Strecke!

Interessierte, Neugierige und Mitstreiter sollten sich am Montag den 23. November 2015 um 17.30 Uhr an der Ecke Heidbergstr/Rotenburger Str. in Völkersen am Lagerstättenwasser-Protestwagen einfinden um diese wichtige Aktion und natürlich die oder den Läufer/in aus Völkersen zu unterstützen.

Der Staffelstein wird am Montag, den 23.11.2015, von Hamburg kommend an den/die Läufer/in aus Völkersen übergeben. Die Staffelübergabe wird zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr erwartet.  

Der/die Völkerser Staffelläufer/in verbindet den Lauf mit den beiden wichtigsten Themen, die bei allen Bürgerinitiativen des Landkreises rund um das Thema Gasbohren ganz weit oben auf der Dringlichkeitsliste stehen, nämlich "No-Fracking" und "Gegen Lagerstättenenwasser-Verpressung".

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Eine  Völkerser Jugendmannschaft soll die/den Läufer/in mit Fackeln bis zur Ortsgrenze Richtung Posthausen begleiten. Entlang der Route des Staffellaufs werden BI-Sprecher diese beiden Anliegen bei Fackelbeleuchtung vorbringen. Politiker werden ebenfalls zum Thema Fracking und Lagerstättenwasser Stellung beziehen.  Auch Medienvertreter sollen vor Ort sein und von dieser Aktion berichten.

Hier und dort noch einmal die Möglichkeit sich über die gesamte Aktion zu informieren.

Am 23.11.2015 gegen 18.30 war es soweit...die (nord)europaweite Aktion für Klimagerechtigkeit und einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen unserer Erde, "Run for your Life", durchquerte unseren Flecken.

Die Übergabe des Staffelsteins erfolgte und die Läufer, die bis zum Ortsausgang Völkersen von der Fußballjugendmanschaft des FSV Langwedel-Völkersen begleitet wurden, machten sich auf, um eine ca. 11 km lange Etappe zu absolvieren. Warum sie liefen? Ganz klar: KEIN GIFT IN UNSERE ERDE! Also gegen die Verpressung von Lagerstättenwasser in ausgeförderte Gasbohrstätten. Und GEGEN FRACKING!

Hier einige Eindrücke vom 23.11.15. und ein Bericht aus der Presse. Dazu noch einmal ein Link zu den Initiatoren der ganzen Aktion. Auch auf Youtube kann man Menschen bei ihrem ganz persönlichen "Statement" begleiten.

Entschuldigung für die teilweise mäßige Qualität der Bilder.

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Run for your life ist ein Staffellauf durchs nördliche Europa, um Klimagerechtigkeit und eine nachhaltige Zukunft zu fördern und zu bewerben. 4000 Kilometer, 21 Tage, 24 Stunden amTag wird gelaufen, hunderte Läuferinnen und Läufer mit individuellen Geschichen, ein "Ziel".

Neben dem angestrebten Zweck und der Intention des "Run for your Life" , nämlich für eine nachhaltige Zukunft einzutreten, gibt es auch ein ganz spezielles örtliches Ziel: Und zwar Paris, zum Anlass der Klimawandelkonferenz COP21 der Vereinten Nationen.

Am kommenden Montag, den 23.11.2015 soll ein/e Läufer/in von Rotenburg Richtung Bremen auch den Ort Völkersen queren.

Genaue zeitliche und örtliche Information zum Streckenverlauf folgen umgehend.sport graphics running 503112

Auch die "Bürgerinitiative Flecken Langwedel gegen Gasbohren" wird diese Aktion und die/den Läufer/in mit Anwesenheit und Zeichensetzung (rote "Xe", etc.) am 23.11. direkt an der Strecke in Völkersen unterstützen.

Seid dabei!!

Run for your life ist eine Initiative des "Riksteatern" (Das Schwedische Nationale Wandertheater), eine Organisation, die die Bedrohung unserer Umwelt sehr ernst nimmt.